Fritz Pleitgen gehörte über Jahrzehnte zu den bekanntesten deutschen Journalisten und Rundfunkmanagern. Er berichtete als Auslandskorrespondent aus Moskau, Ost-Berlin und den USA und leitete später den Westdeutschen Rundfunk.
Pleitgen wurde am 21. März 1938 in Duisburg geboren und starb am 15. September 2022 in Köln im Alter von 84 Jahren. Neben seiner journalistischen Arbeit engagierte er sich viele Jahre für gesellschaftliche und soziale Projekte.
| Information | Details |
|---|---|
| Vollständiger Name | Fritz Ferdinand Pleitgen |
| Geboren | 21. März 1938 in Duisburg |
| Gestorben | 15. September 2022 in Köln |
| Beruf | Journalist, Auslandskorrespondent, Rundfunkmanager |
| WDR-Intendant | 1995 bis 2007 |
| ARD-Vorsitzender | 2001 und 2002 |
| Kinder | Vier |
| Bekannter Sohn | Journalist Frederik Pleitgen |
| Krebshilfe-Präsident | 2011 bis 2021 |
Wer war Fritz Pleitgen?
Fritz Pleitgen wuchs nach schwierigen Kriegsjahren in Ostwestfalen auf. Schon als Jugendlicher begann er, für die Bielefelder Zeitung „Freie Presse“ zu schreiben. Dort absolvierte er später auch ein Volontariat und arbeitete als Redakteur.
1963 wechselte Pleitgen zum Westdeutschen Rundfunk. Zunächst arbeitete er in der Kölner „Tagesschau“-Redaktion. Früh berichtete er auch von wichtigen internationalen Ereignissen, darunter der Zypern-Krise und der Sechs-Tage-Krieg von 1967.
Fritz Pleitgens Karriere beim WDR und in der ARD
Wann war Fritz Pleitgen WDR-Intendant?
Nach vielen Jahren als Reporter und Korrespondent kehrte Fritz Pleitgen Ende der 1980er-Jahre nach Köln zurück. Er wurde Fernseh-Chefredakteur des WDR und 1994 Hörfunkdirektor.
1995 wählte ihn der Rundfunkrat zum Intendanten des WDR. Dieses Amt führte er bis 2007 aus. Während seiner Amtszeit unterstützte er unter anderem die weitere Regionalisierung des Senders und den Ausbau des WDR im Internet.
Auch innerhalb der ARD übernahm Pleitgen wichtige Aufgaben. In den Jahren 2001 und 2002 war er ARD-Vorsitzender. Von 2006 bis 2008 stand er außerdem an der Spitze der Europäischen Rundfunkunion.
Fritz Pleitgen als Auslandskorrespondent
Wo arbeitete Fritz Pleitgen als Korrespondent?
Ein großer Teil seiner Bekanntheit entstand durch seine Arbeit im Ausland. Ab 1970 berichtete Pleitgen sieben Jahre lang aus Moskau. Das geschah mitten im Kalten Krieg, als westliche Journalisten in der Sowjetunion unter schwierigen Bedingungen arbeiteten.
1977 wechselte er nach Ost-Berlin und berichtete aus der DDR. Auch dort war seine journalistische Arbeit durch staatliche Kontrolle und Überwachung erschwert.
1982 ging Pleitgen als ARD-Studioleiter nach Washington. Später übernahm er das ARD-Studio in New York, bevor er 1988 nach Deutschland zurückkehrte.
Warum war seine Zeit in Moskau wichtig?
In Moskau gelang es Pleitgen, Kontakte sowohl zu Vertretern der sowjetischen Führung als auch zu Kritikern des Systems aufzubauen. Nach Angaben des WDR konnte er sogar den damaligen sowjetischen Staats- und Parteichef Leonid Breschnew interviewen.
Seine Berichte halfen deutschen Zuschauern, politische Entwicklungen auf der anderen Seite des Eisernen Vorhangs besser zu verstehen.
Fritz Pleitgen privat: Ehefrau und Kinder
Über sein Privatleben sprach Fritz Pleitgen deutlich weniger als über seine Arbeit. Bekannt ist, dass er verheiratet war und vier Kinder hatte.
Einer seiner Söhne ist Frederik Pleitgen, der ebenfalls Journalist wurde und international als Fernsehkorrespondent arbeitet. Über die anderen Kinder sind wesentlich weniger öffentliche Informationen vorhanden. Private Einzelheiten sollten deshalb nicht aus unbestätigten Quellen übernommen werden.
Pleitgens Familie begleitete ihn zeitweise auch während seiner internationalen beruflichen Stationen. Sein langes Leben als Auslandskorrespondent bedeutete daher nicht nur für ihn selbst, sondern auch für seine Familie häufige Ortswechsel.
Welche Krankheit hatte Fritz Pleitgen?
Hatte Fritz Pleitgen Krebs?
Bei Fritz Pleitgen wurde 2020 Bauchspeicheldrüsenkrebs diagnostiziert. Er sprach später öffentlich über seine Erkrankung.
Das Thema Krebs hatte für ihn schon vorher große Bedeutung. Von 2011 bis 2021 war er Präsident der Deutschen Krebshilfe. Nach dem Ende seiner Amtszeit ernannte die Organisation ihn zum Ehrenpräsidenten.
In dieser Funktion setzte er sich besonders für eine bessere Versorgung von Menschen mit Krebs und für Krebsprävention ein. Zudem unterstützte er den Aufbau des Nationalen Krebspräventionszentrums in Heidelberg.
Fritz Pleitgen Todesursache: Wann starb er?
Fritz Pleitgen starb am 15. September 2022 in Köln im Alter von 84 Jahren. Sein Tod wurde unter anderem vom WDR und von der Deutschen Krebshilfe bekannt gegeben.
Pleitgen war zuvor öffentlich an Bauchspeicheldrüsenkrebs erkrankt. Nach seinem Tod wurde sein jahrzehntelanger Einsatz für Journalismus, Rundfunk, Kultur und Krebshilfe gewürdigt.
Fritz Pleitgens Vermächtnis
Fritz Pleitgen hinterließ deutliche Spuren im deutschen Rundfunk. Seine Karriere führte vom jungen Lokalreporter über internationale Korrespondentenstellen bis an die Spitze des größten ARD-Senders.
Auch nach seiner Zeit als WDR-Intendant blieb er aktiv. Unter anderem engagierte er sich für das Kulturhauptstadtprojekt Ruhr.2010 und später für die Deutsche Krebshilfe. Für sein gesellschaftliches Engagement erhielt er unter anderem das Große Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland.
Seine Arbeit zeigt vor allem, wie eng sein Leben mit Journalismus verbunden war. Fritz Pleitgen blieb auch in leitenden Positionen Reporter und beschäftigte sich weiterhin mit politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Themen.
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Häufig gestellte Fragen zu Fritz Pleitgen
Wann wurde Fritz Pleitgen geboren?
Fritz Pleitgen wurde am 21. März 1938 in Duisburg geboren. Seine journalistische Laufbahn begann bereits in jungen Jahren bei der „Freien Presse“ in Bielefeld.
Wann ist Fritz Pleitgen gestorben?
Fritz Pleitgen starb am 15. September 2022 in Köln. Er wurde 84 Jahre alt.
Welche Krankheit hatte Fritz Pleitgen?
Bei Fritz Pleitgen war Bauchspeicheldrüsenkrebs diagnostiziert worden. Die Diagnose wurde 2020 bekannt.
Wie lange war Fritz Pleitgen WDR-Intendant?
Er war von 1995 bis 2007 Intendant des Westdeutschen Rundfunks. Zuvor hatte er beim WDR unter anderem als Reporter, Chefredakteur und Hörfunkdirektor gearbeitet.
Wie viele Kinder hatte Fritz Pleitgen?
Fritz Pleitgen hatte vier Kinder. Sein Sohn Frederik Pleitgen ist ebenfalls Journalist und wurde als internationaler Fernsehkorrespondent bekannt.